Systemtechnik

Stehfalz, Rinne halbrund, Traufe

Systembeschreibung

  • Dachdeckung ab 3° (ca. 5,2%) Dachneigung
  • bei Dachneigungen von 3° bis 7° Einsatz von Falzdichtungsbändern


Der Doppelstehfalz kann ab einer Dachneigung von 3° ausgeführt werden. Bei Dachneigungen von 3° bis 7° und bei Eisschanzengefahr im Traufbereich sind Falzdichtungsbänder einzusetzen. Die Kantungen des Profils werden mit Hilfe von Rollformern oder handwerklich hergestellt. Auch das Schließen der Falze erfolgt entweder mittels Falzschließmaschinen oder handwerklich.

Als Standard hat sich international die Verlegung von vorprofilierten Doppelstehfalz-Scharen durchgesetzt. Mit einer Falzhöhe von ca. 25 mm und einem schmalen Falzrücken lassen sich Dachflächen sehr filigran unterteilen.

Sehr leicht lassen sich auch konische Bereiche sowie konkav und konvex gerundete Flächen mit dem Doppelstehfalz decken.

Abmessungen / Metalldicke

  • Standard-Scharbreite ca. 530 mm (Bandbreite 600 mm)
  • Gebräuchliche Scharbreiten 400 mm bis 600 mm
  • Metalldicken 0,7 mm / 0,8 mm
  • übliche Scharlänge bis 10,00 m
  • im Sonderfall bis 16,00 m
  • Lieferlänge max. 7,0 m


Als international verwendetes Standardmaß gilt für Dächer in Doppelstehfalztechnik eine Scharbreite von ca. 530 mm (Bandbreite 600 mm), mit einer Metalldicke von 0,7 mm. Aufgrund baupraktischer Erfahrungen empfehlen wir, bei Pultdächern mit Dachüberständen, die Scharbreite auf 430 mm zu begrenzen und die Metalldicke 0,8 mm zu verwenden. Diese Maßnahme dient der Vermeidung von Geräuschen, die bei der natürlichen Durchbiegung der Schare durch starken Wind entstehen können.

Die allgemein übliche maximale Scharlänge beträgt 10,00 m. Im Sonderfall können auch bis zu 16,00 m lange Schare verlegt werden. Die Dachneigung bleibt dann jedoch auf max. 30° beschränkt. Die Befestigung und Anschlussdetails der Schare müssen in diesem Falle der erhöhten Längenänderung angepasst werden.

Reicht die max. mögliche Scharlänge nicht aus, können Einzellängen durch Quernähte verbunden werden.

Sonderformen, Kuppel

Sonderformen

  • konkav und konvex gerundete Schare
  • konische Schare


Der Mindestradius für konvex gerundete, vorprofilierte Schare beträgt 0,6 m. Ab einem Radius von 12 m können nicht vorgerundete Schare verlegt werden. Bei kleineren Radien müssen die Schare handwerklich aufgekantet und mit einer Handformzange oder einem Biegeboy gestreckt werden.

Bei konkav gerundeten Flächen muss die Falzaufkantung gestaucht werden, was technisch schwieriger zu bewältigen ist als das Strecken. Der Mindestradius für konkav gerundete, vorprofilierte Schare beträgt daher 2,5 m. Ab einem Radius von 25 m können nicht vorgerundete Schare verlegt werden. 

Zur Ausführung von Dächern über gerundeten Grundrissen oder für ein Sonderdetail bei Kehlen werden konische Schare eingesetzt. Die Scharbreite bei konischen Scharen sollte aus Gründen der handwerklichen Herstellbarkeit mind. 100 mm und max. 730 mm, in Abhängigkeit von den Windlasten, betragen. Bei Pultdächern sollte max. 530 mm Scharbreite eingehalten werden.

Befestigung

  • Fest- und Schiebehafte aus hochwertigem Edelstahl
  • Korrosionsgeschützte Schrauben und Edelstahlschrauben
  • RHEINZINK-CLIPFIX-Magazinschrauber

RHEINZINK-Dachdeckungen in Falztechnik werden indirekt mit Fest- und Schiebehaften befestigt. Nutzen Sie zur Dokumentation der objektbezogenen Windlasten und der verwendeten Befestigungshafte unsere Unternehmererklärung, die wir im Downloadbereich für Sie bereitstellen. Die erforderlichen Haftabstände können anhand der Anleitung in der Unternehmererklärung ermittelt werden. Vorab sind die Windlasten gemäß DIN EN 1991-1-4 zu berechnen. Dies geschieht in der Regel durch den zuständigen Planer bzw. Statiker.

Erfahren Sie hier mehr über unser neues Befestigungssystem.
Informationen zur Windsogermittlung

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