Konstruktionsbeispiele

Metalldächer können belüftet und nicht belüftet ausgeführt werden. Beide Konstruktionsarten haben unter Berücksichtigung der Anforderungen an Planung und Ausführung ihre Berechtigung.

Feuchtigkeit  in Baustoffen können diese zerstören und sich nachteilig auf angrenzende Materialien auswirken. Dies gilt z.B. für tragende Bauteile, die Wärmedämmung und die Innenbekleidung.

Daher muss das Eindringen von Feuchtigkeit (z. B. Schmelzwasser durch witterungsbedingte Eisschanzenbildung oder Folgen von Leckagen oder bauphysikalischen Problemen) verhindert bzw. evtl. eingedrungene Feuchtigkeit sicher abgeführt werden.

Feuchtigkeit kann auch durch offene Fugen in der luftdichten Schicht aus dem Innenbereich (Konvektion) in die Konstruktion strömen. Aus diesem Grunde hat die DIN 4108, Wärmeschutz im Hochbau, Teil 7: ”Luftdichtheit von Bauteilen”, die Forderung nach Luftdichtheit ausdrücklich erhoben.

Bei unbelüfteten Konstruktionen muß ein erhöhter Feuchteeintrag während der Bauphase absolut vermeiden werden. Eine gute Baustellenplanung und geeignete Abdeckungsmaßnahmen sind zwingend erforderlich.

Wir haben für Sie "Konstruktionsbeispiele" mit Ausführungshinweisen im Downloadbereich bereit gestellt.

Verwendung von Trennlagen

Trennlagen werden unter Falzdächern aus unterschiedlichen Gründen eingesetzt. Ihre Aufgabe wird nach Aufbringen der Unterkonstruktion in einem Wetterschutz des Baus gesehen und metallische Deckungen sollen vor schädigenden Einwirkungen aus Unterkonstruktionsmaterialien geschützt werden. Angeblich soll durch den Einsatz von besandeten oder talkumierten Trennlagen die Gleitfahigkeit der Metalldeckung bei temperaturbedingten Längenänderungen verbessert werden. In einigen Regionen wird einer zusätzlichen, speziellen Trennlage auch die Dämpfung von Regengeräuschen zugesprochen.

Untersuchungen dazu belegen folgendes: Die Universität Hannover stellte fest, dass Trennlagen bei RHEINZINK-Dachdeckungen als Schutz gegen Einwirkungen von Holzschutzmitteln nicht erforderlich sind. Schallmessungen eines Ingenieurbüros ergaben, dass die klassischen Filztrennlagen eine kaum erkennbare bzw. gar keine Schalldämpfung bewirken.

Es gibt eine Vielzahl von Trennlagen, einige von ihnen sind erst seit jüngerer Vergangenheit verwendet worden. Zu den international klassischen zählen verstärkte und besandete Bitumendachbahnen. Der Trend geht jedoch zunehmend auch zum völligen Verzicht von Trennlagen bei Holzschalung. Grund hierfür ist die positive Eigenschaft natürlicher Holzschalung bei dem Transport und der Pufferwirkung von Feuchtigkeit.

Ebenfalls werden seit mehr als 15 Jahren strukturierte Trennlagen angewendet. RHEINZINK bietet für seine Dachsysteme die beiden strukturierten Trennlagen RHEINZINK-VAPOZINC und RHEINZINK –AIR-Z mit 5-jähriger Systemgarantie bei kombinierter Verwendung mit unseren Dachdeckungsprodukten an. Diese erlauben aufgrund ihres Strukturgeflechts die Austrocknung von unvorhergesehen eingedrungener Feuchtigkeit zwischen Dachhaut und Unterkonstruktion. Die erforderliche Verwendung von Trennlagen für RHEINZINK-Falzsysteme sollte auf auf Basis der praktischen Erfordernis für das Bauvorhaben geplant und ausgeschrieben werden. Die Erfordernis ist hierbei stark abhängig von den meteorologischen Standortbedingungen des Objektes und dem Bauablauf.

Übereinanderverlegung von Trennlagen

Es kann manchmal beobachtet werden, dass aus den unterschiedlichsten Gründen zwei flächige Trennlagen übereinander verlegt werden. Unabhängig von der Art der Trennlagen ist hiervon grundsätzlich abzuraten. Zwischen den Trennlagen bilden sich Kapillare, deren Wirkung das zweilagige Trennlagensystem bei Wasserzutritt, zum Beispiel Nassverlegung oder Leckagen, zu einem beträchtlichen Wasserreservoir macht. Dies wiederum kann zu Schäden an der Unterkonstruktion oder Korrosion an der Metalldeckung führen. Dies wird noch verstärkt, wenn die obere Trennlage Wasser aufnehmen kann, wie dies zum Beispiel bei einfachen Bitumenpappen/-papieren oder Bitumenfilzen der Fall ist.

Diese Einschränkung gilt nicht im Zusammenhang mit oberhalb verlegten strukturierten Trennlagen, deren Eigenschaften die genannten Nachteile nicht befürchten lassen.

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