Oberflächeneigenschaften
Patinabildender Werkstoff
- naturbelassener Werkstoff
- keine Beschichtung oder Oberflächenschutz erforderlich
- dauerhaft wartungs- und reinigungsfrei
- nicht verzinkt, sondern massiv aus RHEINZINK-Titanzink
Der Werkstoff RHEINZINK ist ein Naturwerkstoff, der im Zuge seiner Lebensdauer an der Atmosphäre eine festhaftende Patina aus Zinkkarbonat entwickelt. Die Zinkoberfläche reagiert zunächst unter Bildung von Zinkoxid mit dem Sauerstoff der Luft. Durch Einwirkung von Wasser (Regen, Feuchtigkeit) bildet sich dann Zinkhydroxid, welches durch die Reaktion mit dem Kohlendioxid der Luft zu einer dichten, fest haftenden und wasserunlöslichen Deckschicht aus basischem Zinkkarbonat (Patina) umgewandelt wird. Diese Schutzschicht ist verantwortlich für den hohen Korrosionswiderstand des Zinks.
Dieser Prozess verläuft nicht an allen Stellen zeitgleich. Es bilden sich zunächst tropfenförmige Grautonbereiche, die mit fortschreitender Schutzschichtbildung zusammenwachsen und die bekannte, einheitlich blaugraue Patina ergeben. Je nach Neigung der bekleideten Fläche und der Verweildauer des Regenwassers vollzieht sich der Vorgang der Patinabildung zwischen einigen Monaten und mehreren Jahren.
Speziell zur Anwendung in Fassadenbereichen, wo ein „fertiges“ Bild der RHEINZINK-Oberfläche bereits bei Schlüsselübergabe gewünscht ist, wurde vor vielen Jahren von RHEINZINK die Qualität „vorbewittertpro blaugrau“ und seit 2003 die Qualität „vorbewittertpro schiefergrau“ entwickelt. Durch ein besonderes, weltweit einmaliges Verfahren ist eine Veränderung der Oberfläche möglich, die sowohl in Farbe als auch Struktur der einer natürlich bewitterten Oberfläche sehr ähnlich ist und dennoch die natürliche Schutzschichtbildung und Verarbeitbarkeit nicht beeinträchtigt. Etwaige Kratzer und kleinere Oberflächenbeschädigungen werden im Gegensatz zu beschichteten Materialien im Zuge der Patinabildung ausgeglichen.
Die RHEINZINK-Bänder werden nach einem Säuberungsvorgang einer Beizung unterzogen. Diese Beizung ergibt eine gleichmäßige Farbgebung, die jedoch nicht mit einem RAL-Farbton verglichen werden kann. Durch eine organische Oberflächenbehandlung ist das Material weitestgehend gegen Verarbeitungsspuren, z.B. Fingerabdrücke, geschützt. Auch wird ein verbesserter Schutz bei Lagerung und Transport erzielt.
Bei "vorbewittertem" Material wird empfohlen Fassadenbekleidungen und Dachdeckungen aus einer Produkttionscharge auszuführen um Farbunterschiede in der Erscheinung des Grautons zu vermeiden. Sollten dennoch Farbunterschiede auftreten, die bei der Herstellung eines natürlichen Materials nicht vollkommen vermeidbar sind, wird sich im Zuge der beschriebenen Patinabildung eine Farbangleichung vollziehen.
Drei natürliche Oberflächen
RHEINZINK-walzblank
Der klassische Werkstoff für alle Klempnerarbeiten in Falz- und Löttechnik. Eine sich durch die Bewitterung bildende, natürliche Patina schützt das Material und macht Wartung und Pflege überflüssig.
RHEINZINK-"vorbewittertpro blaugrau"
Das werkseitig "vorbewitterte" RHEINZINK-Material stellt die sofortige Optik der blaugrauen Oberfläche sicher. RHEINZINK-"vorbewittertpro blaugrau" empfiehlt sich insbesondere für optisch anspruchsvolle Dach- und Fassadenflächen, Abdeckungen und Dachentwässerungssysteme. Fassaden und andere herausragende Bauteile sollten möglichst immer mit "vorbewittertem" RHEINZINK ausgeführt werden.
RHEINZINK-"vorbewittertpro schiefergrau"
Mit der Oberflächenqualität "vorbewittertpro schiefergrau" verfügt RHEINZINK auch über eine dunkle Variante seines ökologischen Werkstoffs. Wie beim Schiefer weist die Oberfläche im Regelfall einen leichten grau-grünen Schimmer auf. Diese unverwechselbare Optik, die vielfältigen Gestaltungsvorteile und die bewährten RHEINZINK Verarbeitungseigenschaften prädestinieren RHEINZINK-"vorbewittertpro schiefergrau" für die Projektierung und Realisierung herausragender metallener Gebäudehüllen und Accesoires.

