Quadrat- und Spitzrauten aus Titanzink haben eine lange Geschichte. Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird die kleinformatige Deckung eingesetzt und findet sich häufig auf historischen oder gerundeten Flächen wieder. Charakteristisch ist je nach Verlegeart die schuppig wirkende Optik. Aber auch in der modernen Architektur erfreuen sich Rauten großer Beliebtheit und werden als Gestaltungsmittel eingesetzt. Um den Ansprüchen der geradlinigen Formensprache gerecht zu werden, bietet sich der Einsatz der neu entwickelten Multi-Form-Rauten an.

Der klassische Rauten-Look: Geschuppte Optik mit traditionellen Spitz- und Quadratrauten:

Der moderne Rauten-Look: Nahezu glatter Look durch Verlegung der Multi-Form-Raute in quadratischer Ausführung mit Kreuzfuge:

Klare Linienführung für modernes Shoppingcenter

So entschieden sich auch die Planer des Mühlenwiesenszentrums in Bietigheim-Bissingen für den Einsatz der Multi-Form-Rauten. Die Multi-Form-Rauten gibt es als Rechteck-, Paralell-, Quadrat- oder Spitzraute und sind in vielen verschiedenen Formaten stufenlos erhältlich. Für die klare, fast glatte Optik empfiehlt sich die Verlegung der einzelnen Elemente mit Kreuzfuge. In Bietigheim wurde die Multi-Form-Raute als Quadratraute mit einem Maß von 375 x 375 mm in der Oberfläche artCOLOR-Perlgold mit Kreuzfuge verlegt. Herausgekommen ist eine moderne Interpretation der klassischen Raute in Kombination mit Hochdrucklaminatplatten in dunkelbraun (HPL-Fassade). Das ruhige Fassadenbild ist ein guter Kontrast zum lebhaften Treiben rund um das Einkaufscenter. Gleichzeitig kann sich der Bauherr einer langlebigen, dauerhaften und werthaltigen Investition sicher sein.

Kleinformatige Quadrate für komplexe Dachgeometrien

Dass die Multi-Form-Rauten nicht nur große Flächen in Szene setzen, zeigt ein Sanierungsbeispiel aus Tschechien. Hier wurde die Multi-Form-Raute ebenfalls als Quadratraute für die Dachsanierung gewählt. Die kleinformatige Bekleidung bietet sich unter anderem wegen ihrer sehr variablen Anpassung für die Bekleidung komplexer Geometrien oder Rundungen. Bei dem Wohnhaus in Opava, einem Gebäude aus dem Jahr 1933, handelt es sich um ein Walmdach. Die Besonderheit ist aber, dass das Walmdach nicht gerade bis zur Traufe runter führt, sondern am unteren Ende ringsum einen Knick bildet. Das ist der sogenannte Aufschiebling. Einerseits der besondere Charme des Daches, andererseits aber auch eine Schwierigkeit beim Thema Sanierung. Die Multi-Form-Raute mit dem Maß 330 x 330 mm in der Oberfläche prePatina-blaugrau nimmt diese Dachgeometrie perfekt auf. Durch das Verlegemuster mit Kreuzfuge wirkt die Dachdeckung optisch glatt – trotz der Kleinteiligkeit. Neben der Optik überzeugen die Multi-Form-Rauten auch bei der Verlegung. Jede der vier Rautengeometrien kann mit einem oder maximal zwei Haften befestigt werden. Hierzu kann der Haft in der Rückkantung festgeklemmt und so einfach und schnell in der Unterkonstruktion befestigt werden. Somit ist eine effiziente 1-Mann-Montage kein Problem.

Darf es schuppig sein?

Wer es lieber traditionell mag, kann die Multi-Form-Rauten natürlich auch in anderen Verlegemustern montieren oder zur Großraute von RHEINZINK greifen. Die Rauten können mit Versatz sowohl horizontal als auch in Neigung verlegt werden und entsprechend entwickeln sich immer neue Gestaltungsvarianten

Wissenswertes zur Multi-Form-Raute

  • Die verfügbaren Größen je Raute sind abhängig vom Typ:
  • Schnelle 1-Mann-Verlegung möglich
    • Jede der Rautengeometrien kann mit einem oder maximal zwei Haften befestigt werden. Hierzu kann der Haft in der Rückkantung festgeklemmt und so einfach und schnell in der Unterkonstruktion befestigt werden.
    • Befestigung der Spitzraute generell mit einem Haft
    • Befestigung der Quadratraute diagonal mit einem Haft, bei Baubreiten > 400 mm mit zwei Haften
    • Befestigung der Quadratraute horizontal und der Rechteckraute mit zwei Haften