Bauteile sind keine Abfälle – sie sind Werte auf Zeit.

Dieses Verständnis prägt die Madaster Connect, bei der RHEINZINK als Eventpartner und Sponsor erneut gezeigt hat, wie wichtig Urban Mining und Circular Economy für die Zukunft der Bauwirtschaft sind. Denn Kreislaufwirtschaft ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern wird auch wirtschaftlich immer relevanter: Wer Materialien im Kreislauf hält, sichert sich künftig eine günstigere und verlässliche Beschaffung und wird zum Vorreiter einer ressourceneffizienten Branche.

Der Handlungsdruck ist größer denn je. Mit Blick auf die Erderwärmung müssen wir jetzt aktiv werden – und die gute Nachricht ist: Es tut sich bereits viel. Die Madaster Plattform wächst kontinuierlich, mit mehr Gebäuden, mehr Nutzern und immer besseren Daten. Digitale Werkzeuge wie BIM und CAD unterstützen dabei, Materialien transparent zu machen und ihre Wiederverwendung planbar zu gestalten.

Ein Highlight der Veranstaltung waren die neuen Urban-Mining-Workflows, die der Bauwirtschaft erstmals eine skalierbare Perspektive für ReUse und hochwertiges Recycling eröffnen. Mit Madaster Industrial ReUse und Industrial Recycling erschließen sich Hersteller gezielt die urbane Mine und entwickeln neue zirkuläre Geschäftsmodelle. Diese Modelle ermöglichen nicht nur eine hochwertige Verwertung, sondern vereinfachen auch rechtliche Fragen wie Garantie und Haftung im ReUse.

Damit Kreislaufwirtschaft funktioniert, braucht es alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette – und genau das macht CONNECT so stark. Forschung & Entwicklung, Digitalisierung, Baustoffhersteller, Rückbau-Expert:innen, Planer:innen und Betreiber: Nur gemeinsam können wir langlebige Gebäude schaffen oder – wenn das nicht möglich ist – konsequent zirkulär bauen und Urban Mining zum Standard machen.

Ein weiterer Schritt in diese Richtung: Madaster Match, das neue Tool, das hilft, das passende Urban-Mining-Material für kommende Projekte zu finden. Im Urban-Mining-Workshop wurde zudem diskutiert, welche Informationen im Rückbauprozess nötig sind, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Klar ist: Der direkte Austausch mit Herstellern bleibt entscheidend, um alle auf denselben Wissensstand zu bringen und die Bauwende gemeinsam umzusetzen.